https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/issue/feed zisch: zeitschrift für interdisziplinäre schreibforschung 2020-11-03T10:07:17+00:00 Erika Unterpertinger ctl.schreibassistenz@univie.ac.at Open Journal Systems https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/39 Call for Papers: zisch 04 2020-11-03T10:07:17+00:00 Erika Unterpertinger ctl.schreibassistenz@univie.ac.at <p>Die Gesellschaft Wissenschaftliches Schreiben (GewissS) als Herausgeberin der vierten Ausgabe der zeitschrift für interdisziplinäre schreibforschung lädt daher Studierende (Bachelor, Master, PhD) aus Österreich dazu ein, ihre schreibwissenschaftlichen Arbeiten zu veröffentlichen. Gefragt sind universitäre Abschluss- und Qualifizierungsarbeiten ebenso wie Abschlussarbeiten im Rahmen von Schreibausbildungen oder Seminararbeiten.</p> <p><strong>Achtung! Einreichungen von Abstracts bitte bis 08.11.2020 an kontakt@gewisss.at</strong></p> 2020-11-12T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2020 zisch: zeitschrift für interdisziplinäre schreibforschung https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/38 Editorial 2020-11-02T16:19:25+00:00 Erika Unterpertinger ctl.schreibassistenz@univie.ac.at <p>In dieser Ausgabe beschäftigen sich die Schreibmentor*innen des Abschlussmoduls mit Methoden in der Schreibwissenschaft, den „Moves“ und der Wissenschaftssprache wissenschaftlicher Texte und mit Darstellungen des Schreibprozesses. Ihre Ansätze sind und bleiben dabei vielfältig.<br />Johanna Lindner, Mira Reisinger und Maria Spießberger beschäftigen sich mit Schreibprozesszeichnungen als schreibwissenschaftliche und schreibdidaktische Methode. Teresa Popp und Sarah Sobota testen die Methode des “Echoraums”, um Studierende dabei zu unterstützen, ihre Stimme im Text zu finden. Andrea Steiner-Cardell hingegen beschäftigt sich mit den Möglichkeiten des digitalen Tools WebLicht für die Schreibforschung.<br />Julia Mariacher und Andrea Zingl werfen einen genauen Blick auf die “Moves” von Einleitungen, wobei sie besonders ihren eigenen Forschungsprozess diskutieren. Melanie Gruber, Silvia Peiker und Benedicta Nwoha untersuchen die häufigsten Fehlerquellen slawischsprachiger Studierender. Alexandra Heim und Julia Pacal beschäftigen sich mit der wissenschaftssprachlichen Verwendung der Verben “arbeiten”, “bringen” und “stehen” und ihrer Funktionen.</p> 2020-11-02T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2020 zisch: zeitschrift für interdisziplinäre schreibforschung https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/33 „Frei gezeichnet“ 2020-09-30T15:57:11+00:00 Johanna Lindner a00406679@unet.univie.ac.at Mira Reisinger ctl.schreibassistenz@univie.ac.at Maria Spießberger ctl.schreibassistenz@univie.ac.at <p>Diese von Prior und Shipka (2003) inspirierte, explorative Studie erforscht die individuellen Schreibprozesse von Studierenden im Schreibmentoringprogramm an der Universität Wien. Der Fokus liegt auf der grafischen Darstellung des Schreibprozesses; die Erhebung erfolgt anhand von Zeichnungen und Interviews. Geleitet von der Forschungsfrage: „Wie visualisieren Studierende die Phasen, die sie beim Schreiben eines wissenschaftlichen Textes durchlaufen, in einer Zeichnung?“ werden die Kategorien „die Phasen und der Prozess“, „Symbole und Emotionen“, „Interaktionen und Feedback“ und „Sprache und Selbstdarstellung“ induktiv gebildet und analysiert. Ausgehend von einem sehr offenen Zeichenimpuls ergaben sich unterschiedliche Darstellungen, die darauf hinweisen, dass das akademische Schreiben ein eher linearer Vorgang ist, welcher sich aber durch mannigfaltige Einflüsse, Emotionen und Herausforderungen individuell gestaltet. Das Reflektieren in jeder Form über den eigenen Schreibprozess, erwies sich für die Proband*innen als bereichernd und bestätigt damit auch die Notwendigkeit der Schreibdidaktik an Universitäten.</p> 2020-11-02T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2020 zisch: zeitschrift für interdisziplinäre schreibforschung https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/37 Echoräume als schreibdidaktische Methode des schriftlichen Wissenstransfers 2020-10-20T17:36:52+00:00 Teresa Popp terepo97@gmail.com Sarah Sobota georginasobota@gmail.com <p>Im Rahmen dieses Papers wird der schriftliche Diskurs in Form von sogenannten Echoräumen auf Transformationen der Diskursinhalte und in Bezug auf ihre Einsatzmöglichkeiten in der Schreibdidaktik beforscht. Es wurden zwei unabhängige Echoräume mit je fünf Proband*innen, die von uns aus den an der Universität Wien aktiven Schreibmentor*innen rekrutiert wurden, durchgeführt; das Forschungsdesign ist als ein exploratives gestaltet. Die Forschungsfragen lauten: Wie werden die Inhalte des Referenztextes transformiert? Werden in den neu produzierten Texten Muster erkennbar? Wie kann die Methode für das Schreibmentoring angewendet werden?</p> <p>Unsere Analysen ergeben, dass die Verwendung von Ich-Perspektiven im Antworttext die darauf folgenden Autor*innen dazu anregen, ebenfalls diese Perspektive zu wählen. Durch diese klare Autorschaft wird ein Diskurs angeregt, durch die Verwendung des Ich positionieren sich die Autor*innen ganz klar und rufen Reaktionen in Form von persönlichen Stellungnahmen hervor. Dadurch werden Themen und die persönliche Auseinandersetzung damit transformiert. Bewegen sich die Texte eher in Richtung wissenschaftlicher Formate, so ist der Transfer von Informationen exakter, die Diskussion und der Austausch von Meinungen treten hierbei in den Hintergrund. Was sich ebenfalls klar abzeichnet, ist dass äußere Umstände in den Antwort- und Reaktionsprozess mit aufgenommen werden. Unsere Erhebung ist mit Frühling 2020 in die Zeit des Aufkommens der COVID-19-Pamdemie gefallen und diese Thematik war ein wiederkehrendes Element in beiden Echoräumen. Aus unserer Sicht können Echoräume mit ein paar Adaptionen als schreibdidaktische Methode Anwendung finden, um sich in einem diskursiven Rahmen mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen und die eigene Position in Diskursen oder Disziplinen zu finden und aufzubauen.</p> 2020-11-02T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2020 zisch: zeitschrift für interdisziplinäre schreibforschung https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/34 WebLicht als korpuslinguistisches Analyseinstrument für studentische Forschungsarbeiten 2020-10-07T07:28:49+00:00 Andrea Steiner-Cardell andrea777@gmx.at <p>Für die Analyse großer Datenmengen von gesprochener oder geschriebener Sprache bietet das Forschungsfeld der Korpuslinguistik viele Möglichkeiten: Einzelne Elemente natürlicher Sprachen können untersucht werden, aber auch eine Analyse der Gesamtstruktur der Sprache ist möglich. Liegen Sprachdenkmäler in digitalisierter Form vor, so können auch jene Gegenstand einer korpusbasierten Analyse sein. Die Untersuchungen am Korpus führen dazu, dass durch Rückschlüsse neue Theorien gebildet werden und darauf aufbauend neue Erkenntnisse erlangt werden. So auch die korpusbasierte Untersuchung der Autor*innen Cordula Meißner und Franziska Waller, welche versucht haben, das Repertoire an sprachlichen Formulierungen in geisteswissenschaftlichen Fachdisziplinen abzubilden, um so festzustellen, welche Elemente der alltäglichen Wissenschaftssprache angehören und wo Überlappungen zwischen den einzelnen Disziplinen vorkommen.</p> <p>Liegt der Fokus nun aber nicht auf den Ergebnissen einer solchen Korpusanalyse, sondern vielmehr auf der technischen Umsetzung, gibt es einiges zu beachten: von der Gewinnung der Rohdaten über die Bereinigung und Konvertierung bis hin zur Auszeichnung der Daten mit Metadaten. Exakt jene Schritte werden in nachfolgenden Artikel beleuchtet, wobei es darum geht aufzuzeigen, welche Möglichkeiten das Open-Source-Softwareprogramm WebLicht für die Auseinandersetzung mit linguistischen Fragestellungen bietet und was es dabei zu beachten gilt.</p> 2020-11-02T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2020 zisch: zeitschrift für interdisziplinäre schreibforschung https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/29 Moving and dancing like a graduate(d) student 2020-09-21T17:46:07+00:00 Julia Mariacher julia.mariacher@univie.ac.at Andrea Zingl ctl.schreibassistenz@univie.ac.at <p>Seit Swales 1990 mit seinem CARS-Modell (Create-a-Research-Space) ein rhetorisches Muster für Einleitungen von Forschungsartikeln entwickelt hat, sind Einleitungen häufig Gegenstand genreanalytischer Untersuchungen. Die meisten dieser Arbeiten präsentieren lediglich die Ergebnisse ihrer Analyse und lassen den Prozess der Genreanalyse im Dunkeln lassen. Deshalb konzentriert sich der vorliegende Beitrag, inspiriert von Moreno &amp; Swales (2018), auf die Dokumentation und Reflexion des Analysevorgangs. Er regt zudem an, die linguistisch-rhetorische Move-Analyse mit Methoden der Rekonstruktiven Sozialforschung zu verbinden. Inhaltlich geht der Beitrag der Frage nach, welche Funktionen in der Einleitung einer Masterarbeit realisiert werden. Der Artikel schlägt vor, Abweichungen vom wissenschaftlichen Forschungsartikel nicht zwingend als defizitär zu beurteilen, sondern sie durchaus als funktionale Ressourcen von Studierenden zu interpretieren, die dazu dienen, universitäre Anforderungen zu erfüllen.</p> 2020-11-02T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2020 zisch: zeitschrift für interdisziplinäre schreibforschung https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/35 Häufige Fehlerquellen Slawischsprachiger 2020-10-07T18:36:05+00:00 Melanie Gruber melanie.gruber@univie.ac.at Silvia Peiker ctl.schreibassistenz@univie.ac.at Chiagozie Benedicta Nwoha ctl.schreibassistenz@univie.ac.at <p>Dieses Projekt beleuchtet die ähnlichen Strukturen der slawischen Sprachen, auf deren Basis eine empirische Untersuchung hilfreich ist, um eine mögliche Analogie hinsichtlich Fehlerquellen in deutschen Texten von slawischsprachigen Studierenden zu erkennen. Darüber hinaus ist es relevant zu wissen, worauf man Studierende dieser Sprachgemeinschaft mit Fokus auf das Angebot des Schreibmentorings des Centers of Teaching and Learning (CTL) aufmerksam machen sollte bzw. welche Aspekte der Spracharbeit in das Schreibmentoring-Programm einfließen könnten. Mit Hilfe eines Online-Fragebogens werden mit einer personenbezogen-empirischen Methode Zusammenhänge zwischen sprachlichen Charakteristika der teilnehmenden Personen mit slawischen Erstsprachen sowie grammatische und orthografische Kriterien der von ihnen verfassten deutschen Texte untersucht. Die Analyse erfolgt angelehnt an vorhandene Fachliteratur deduktiv, indem sie auf die Ergebnisse der Fehlerquellen in Freitexten von Deutschlernenden mit slawischen Erstsprachen eingeht, aber auch induktiv, indem aus den Resultaten der ausgewerteten Fragebögen Ansätze für eine Theorie abgeleitet werden sollen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass slawischsprachige Studierende im Rahmen des Schreibmentoring-Programms vor allem auf die Richtigkeit von Groß- und Kleinschreibung, Tempus und Kasus aufmerksam gemacht werden sollten.</p> 2020-11-02T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2020 zisch: zeitschrift für interdisziplinäre schreibforschung https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/32 Eine methodische Untersuchung wissenschaftssprachlicher Verwendungsweisen anhand der exemplarischen Verben „arbeiten“, „bringen“ und „stehen“ 2020-09-30T12:11:26+00:00 Alexandra Heim alexandra.heim1@chello.at Julia Pacal ctl.schreibassistenz@univie.ac.at <p>Durch die Betrachtung exemplarisch ausgewählter Verben in Einleitungen von chronologisch aufeinander folgenden wissenschaftlichen Arbeiten zweier Autor*innen wird die Funktionalität dieser Wortart für den Text sichtbar gemacht. Eine bisher unbetitelte, dafür vorgestellte Methode von Meißner/Wallner (2019) hilft dabei, die Verwendungsweisen der Verben in den Texten auf den Grund zu gehen. Durch gezielte Betrachtung der Textumgebung des untersuchten Verbs wird eine Verwendungsweise dafür im jeweiligen Text identifiziert. In dieser Untersuchung sind das die jeweils drei vorangestellten, sowie die drei nachfolgenden Worte des untersuchten Verbs im Text. Damit wird mit der vorgefundenen Wortumgebung eine Tendenz der Anwendung aufgezeigt.</p> 2020-11-02T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2020 zisch: zeitschrift für interdisziplinäre schreibforschung