zisch: zeitschrift für interdisziplinäre schreibforschung https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch de-DE ctl.schreibassistenz@univie.ac.at (Erika Unterpertinger) jonas.ferdigg@univie.ac.at (Jonas Ferdigg) Tue, 02 Nov 2021 00:00:00 +0000 OJS 3.3.0.3 http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss 60 Förderinstrument Schreibmentoring. https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/58 <p>Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Einfluss des Schreibmentorings auf DaF/Z-Studierende als akademisch Schreibende und Lehrende. Die präsentierten Ergebnisse beruhen auf der Masterarbeit (Mair unter der Eggen, 2020) mit dem Titel „Förderinstrument Schreibmentoring. Entwicklungsprozesse DaF/Z-Studierender als akademisch Schreibende und Lehrende“. Im Fokus der Arbeit stehen DaF/Z-Studierende der Universität Wien, die als Schreibmentor*innen tätig sind oder waren. Sie befassen sich durch die Schreibmentoring-Ausbildung, das Abhalten einer wöchentlichen Schreibmentoring-Einheit sowie im Kontext des Studiums intensiv mit wissenschaftlichen Schreiben. Als methodischer Zugang wurde eine qualitative induktive Vorgehensweise und als Auswertungsmethode wurde die Grounded Theory Methodologie gewählt. Die Daten wurden durch Leitfadeninterviews erhoben. Die Ergebnisse der Untersuchung verweisen auf einen positiven Einfluss des Schreibmentorings auf die Studierenden. Sie entwickeln sich zu kompetenten und reflektierten Schreibenden und Lehrenden, die sich ihrer Entwicklung und Sozialisierung als akademisch Schreibende, Lernende und Lehrende bewusst sind.</p> Cynthia Mair unter der Eggen Copyright (c) 2021 Cynthia Mair unter der Eggen https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/legalcode https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/58 Tue, 02 Nov 2021 00:00:00 +0000 Editorial https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/64 <p>Die Erforschung des Schreibens wird im zweiten Band der Reihe “Schreibwissenschaft” der österreichischen Gesellschaft für wissenschaftliches Schreiben (Huemer et al. 2020) als vielseitiges Forschungsfeld vorgestellt, was sich auch in dieser Ausgabe bestätigt.</p> <p>Die Kooperation mit der österreichischen Gesellschaft für wissenschaftliches Schreiben (GewissS) ermöglicht es seit Ausgabe 4 (2021), im Rahmen der Rubrik “Interdisziplinäre Schreibwissenschaft” Forschungsarbeiten jenseits des Erweiterungscurriculums “Akademische Schreibkompetenz entwickeln, vermitteln und beforschen - Ausbildung von SchreibmentorInnen” zu veröffentlichen.</p> <p>Schreibmentor*innen werden im Rahmen des Erweiterungscurriculums „Akademische Schreibkompetenz entwickeln, vermitteln und beforschen – Ausbildung von SchreibmentorInnen“ in der Kooperation von SPL 10 und Center for Teaching and Learning (CTL) ausgebildet, die neben ihrer supervierten Praxis auch kleine Schreibforschungsprojekte durchführen. Diese präsentieren sie einmal im Semester im Rahmen einer Studierendenkonferenz. Daran anschließend publizieren sie ihre Projekte - wie auch in den bisherigen Ausgaben - in der Rubrik „Junge Schreibwissenschaft“.</p> Erika Unterpertinger; Karin Wetschanow Copyright (c) 2021 zisch: zeitschrift für interdisziplinäre schreibforschung https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/legalcode https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/64 Tue, 02 Nov 2021 00:00:00 +0000 Emotionales wissenschaftliches Schreiben https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/59 <p>Im folgenden Artikel befassen wir uns mit Emotionen während des wissenschaftlichen Schreibens. Wir widmen uns der Fragestellung, ob Themen von Bachelorarbeiten Emotionen in den Studierenden hervorrufen und ob bzw. inwiefern sich diese motivational/hemmend auf den Schreibprozess auswirken. Weiterführend fragen wir, wie diese Erfahrungen auf die Entwicklung der Studierenden als Schreibende im wissenschaftlichen Diskurs wirken. Mittels eines Online-Fragebogens haben wir 26 Masterstudierende der Universität Wien zu ihrer Bachelorarbeit, den damit einhergehenden Emotionen und der möglichen Verbindung dieser zum Thema befragt. Es zeigt sich, dass das Thema einer Arbeit eine Ursache von Emotionen sein kann. Unabhängig, wie die Emotionen verursacht worden sind, können sie sowohl motivierend als auch hemmend auf den Schreibprozess wirken. Die daraus resultierenden Erfahrungen bieten wiederum Entwicklungs- und Lernpotential für die Schreibenden. Ob, wie und in welchem Ausmaß diese Wirkzusammenhänge tatsächlich eintreten, hängt vor allem vom Umgang der Studierenden mit ihren Emotionen ab.</p> Magdalena Massauer, Ines Wührer Copyright (c) 2021 Magdalena Massauer, Ines Wührer https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/legalcode https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/59 Tue, 02 Nov 2021 00:00:00 +0000 Bewegtes Schreiben https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/57 <p>Viele Schriftsteller*innen sind begeisterte Spaziergänger*innen, diese Passion könnte auch für wissenschaftliches Schreiben produktiv eingesetzt werden. Wir wollen herausfinden, ob Gehen einen Effekt auf den Schreibprozess hat. Im Rahmen dieser empirischen qualitativen Forschung haben wir untersucht, wie Studierende das Einbinden von Gehen bei einer Schreibübung zum Entwickeln einer Forschungsfrage empfinden. Im schulischen Kontext wurde dazu bereits geforscht, doch wie sieht dies im studentischen Kontext aus? Wir haben eine Einheit im Rahmen des Schreibmentoring-Programms der Universität Wien entwickelt und durchgeführt. Die Einheit setzte sich aus einer theoretischen Einführung, einem Freewriting, einem Themen-Spaziergang und der Drei-Schritt-Methode zur Entwicklung einer Fragestellung zusammen. Um die Erfahrungen der Teilnehmenden festzuhalten, wurde eine Gruppendiskussion durchgeführt, die mit einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass das Einbinden eines Spaziergangs zwischen zwei Schreibübungen positiv wahrgenommen wurde. Eine Erkenntnis ist, dass der Themen-Spaziergang als Möglichkeit zur Weiterentwicklung der im Freewriting ausformulierten Gedanken diente und als Pause empfunden wurde.</p> Ilona Matusch, Katharina Schrems Copyright (c) 2021 Ilona Matusch, Katharina Schrems https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/legalcode https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/57 Tue, 02 Nov 2021 00:00:00 +0000 Gendern zwischen Theorie und Praxis https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/60 <p>Die Dekonstruktionsprozesse von Geschlecht innerhalb der feministischen Theorie führten zu einer Weiterentwicklung eines geschlechtergerechten zu einem antidiskriminierenden Sprachgebrauch. Im Kontext dessen kam es zur Herausbildung verschiedener Richtlinien. Zwischen Theorie und Praxis sind jedoch immer wieder Diskrepanzen ersichtlich geworden. Dieser Artikel fokussiert diese Diskrepanz anhand des Beispiels der Universität Wien: die Verbindung zwischen Theorie (Leitfäden) und Praxis (Anwendung und Auseinandersetzung) am Institut für Germanistik. Zwei methodische Herangehensweisen wurden gewählt: Interviews mit fünf BA-Studierenden, sowie eine linguistische Analyse von deren Seminararbeiten. Somit konnten Anwendungstypen gebildet, und mit spezifischem Kontextwissen zur Herangehensweise und Entwicklung eines geschlechterinklusiven Sprachgebrauchs verknüpft werden. Die Analyse der Seminararbeiten und der Interviews hat verdeutlicht, dass die vom Institut für Germanistik ausgegeben Genderrichtlinien kaum Einfluss auf die Anwendung geschlechterinklusiver Sprache in wissenschaftlichen Arbeiten von Bachelor-Studierenden nehmen. Als signifikante Faktoren haben sich die Grundhaltung zu feministischen Themen und der Diskurs um Grammatik herausgestellt.</p> Celina Beck , Julia Leidenfrost Copyright (c) 2021 Celina Beck, Julia Leidenfrost https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/legalcode https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/60 Tue, 02 Nov 2021 00:00:00 +0000 Übersehene Generische Maskulina https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/63 <p>Der vorliegende Artikel untersucht, inwiefern, und wenn ja, wie konsequent in wissenschaftlichen Artikeln gegendert wird. Analysiert wurden alle 2020 erschienen Artikel in der Deutschen Zeitschrift für Philosophie. Unsere Ergebnisse zeigen, dass lediglich in 16 von 35 Artikeln gegendert wurde. Von diesen 16 Arbeiten gendern wiederum nur fünf in mehr als 50% der Fälle. In keinem einzigen Artikel wird jede Personenbezeichnung, die potentiell gegendert werden könnte, auch tatsächlich gegendert. Das heißt, in jedem einzelnen Artikel gibt es mindestens ein “übersehenes generisches Maskulinum”. Unsere Hypothesen, dass generische Maskulina öfter “übersehen” werden, wenn sie entweder nicht im thematischen Fokus des Artikels stehen oder Fachbegriffe sind, konnten beide bestätigt werden.</p> Martin Walter Niederl, Marlene Valek Copyright (c) 2021 Martin Walter Niederl; Marlene Valek https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/legalcode https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/63 Tue, 02 Nov 2021 00:00:00 +0000 Merkmale juristischer Fachsprache in persiflierten Erpressungsschreiben angehender Jurist*innen https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/62 <p>Die vorliegende Studie untersucht die Verwendung juristischer Fachsprache bei Studienanfänger*innen der Rechtswissenschaften an der Universität Wien anhand persiflierter Erpressungsbriefe. Ziel ist es, zu erkennen welche fachsprachlichen Ausdrücke und Stilmittel, die dem juristischen Stil zugeordnet werden können, Studienanfänger*innen der Rechtswissenschaften einsetzen, um ihr Bewusstsein für die Komplexität der Rechtssprache zu messen. Das Forschungsinteresse begründet sich darauf, dass juristische Textkompetenz Dreh- und Angelpunkt der juristischen Ausbildung und Tätigkeit ist, jedoch erst sehr spät und ungenügend vermittelt wird. Neun Erpressungsbriefe bilden das Korpus, welches qualitativ untersucht wird. Die Hypothese, dass sich anhand dieser exemplarischen Analyse bereits Züge der juristischen Fachsprachverwendung erkennen lassen, welche näherer Präzisierung bedürfen, ließ sich auf Basis der Ergebnisse bestätigen, was wertvolle Hinweise für eine darauf aufbauende Theorie und fachspezifische Schreibkompetenzentwicklung liefert.</p> Jaqueline Bemmer Copyright (c) 2021 Jaqueline Bemmer https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/legalcode https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/62 Mon, 08 Nov 2021 00:00:00 +0000 Die Wahrnehmung der Entwicklung der Wissenschaftssprache im Laufe des Studiums https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/56 <p>Der vorliegende Artikel befasst sich mit der Frage, wie Studierende die Entwicklung ihrer Kompetenzen bei der Verwendung der Wissenschaftssprache Deutsch wahrnehmen. Die Verfasserinnen befragten Studierende und Lehrende der Fachhochschule Campus Wien, wobei das Konzept der Alltäglichen Wissenschaftssprache von Konrad Ehlich (1994) und das Sprachsensible Kompetenzmodell von Dagmar Knorr (2019) den theoretischen Unterbau der leitfadengestützten Interviews bilden. Die Schwerpunkte waren die Selbsteinschätzungen der Studierenden bei der Verwendung der Wissenschaftssprache, sowie Vergleiche der Konzepte Studierender zu Ehlichs Konzept und Knorrs Modell. Als zentrales Ergebnis zeigt sich u.a., dass Studierende ihre Kompetenzen bei der Verwendung der Wissenschaftssprache mit fortlaufender Studiendauer weiterentwickeln und Fortschritte auch wahrnehmen. Weiters haben die Untersuchungen ergeben, dass sich das Konzept, das Master-Studierende von der Wissenschaftssprache haben, sich häufiger mit dem Konzept von Ehlich deckt als bei Bachelor-Studierenden. Ebenfalls konnte gezeigt werden, dass Knorrs Kompetenzmodell sowohl von Studierenden als auch von Lehrenden als hilfreich für den Hochschulbetrieb eingestuft wird.</p> Victoria Buchsbaum, Therese Wiesinger Copyright (c) 2021 Victoria Buchsbaum, Therese Wiesinger https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/legalcode https://ojs.pzle.univie.ac.at/ojs/index.php/zisch/article/view/56 Tue, 02 Nov 2021 00:00:00 +0000